Matthias Schamp – Bochumer Künstler und Autor

Der Bochumer Künstler und Autor Matthias Schamp , 1964 geboren,  aufgewachsen in Krefeld, lebt in Bochum; Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Ruhr-Uni-Bochum, seit 1991 Arbeit als Künstler und Autor; Einzel- und Gruppenausstellungen, Aktionen und Projekte im In- und Ausland u. a.: Schloss Agathenburg (2011), Cermodern, Ankara (2010), Kunstverein Siegen (2009); Kaiser-Wilhelm-Museum Krefeld (2009), Kunstverein Dortmund (2008), Ludwig Forum für internationale Kunst Aachen (2007), Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst Münster (2007); Kunstmuseum Bochum (2007); Preise und Stipendien u. a. Projektstipendium KunstKommunikation des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst (2011), Arbeitsstipendium der Filmstiftung NRW (2009/2010); Transfer-Stipendium des Landes NRW (2006-2007); Lehrauftrag an der Bauhaus-Universität Weimar für „Kunst im öffentlichen Raum und Neue künstlerische Strategien“  (2003) sowie Lehraufträge an der TU Berlin, Institut für Architektur (FB Bildende Kunst, 2009); 2000 erschien sein Roman „Hirntreiben.EEG“ in der Wiener edition selene; 2007 produzierte der WDR sein Hörspiel „Der Aufstand in den Sinnscheiße-Bergwerken“, 2008 erschien im Dortmunder Kunstverein der Comic „Der Gulp“ (gem. mit Gilbert Geister). Ein neuer Comic „Das partizipative Geflecht“ ist im Rahmen des Stipendiums KunstKommunikation derzeit in Arbeit

vollständige Biographie unter:  www.der-schamp.de   

Verkehrszeichenaktion “Ich als weißer Querbalken eines Einfahrt-Verboten-Schildes” in Zusammenarbeit mit Skulpturenmuseum Glaskasten Marl (2003) und Kunstmuseum Bochum (2006)

Erstes Bochumer Brachenbrechen / Unbotmäßiges Übersteigen eines unsinnigen Zauns, Flugblatt (2010)

 

Kunstwerke-Werfen / Informelle Inbesitznahme des Situativen Brachland Museums Bochum

Vor dem Wurf zeigt Schamp die Arbeit von Ferhat Özgur. Auf der anderen Seite befindet sich die gegenteilige Aussage: “To throw any Artwork over this fence is not allowed”. (Foto: Claudia Heinrich)

 

Am 4. September 2011 wurde in Bochum ein neues Museum eröffnet: das “Situative Brachland Museum”. Diese Kunstinstitution wird von Matthias Schamp und Steffen Schlichter betrieben und hat vorläufig auf einer circa 4,5 Hektar großen, an die Innenstadt grenzenden Brachfläche Platz genommen.
Da dieses im Besitz der Stadt Bochum befindliche Gelände aufgrund eines hohen und massiven Zauns unbetretbar ist, wurden die Werke für die erste Ausstellung “Kunstwerke-Werfen / Informelle Inbesitznahme des Situativen Brachland Museums” (4.9.2011 – 2.10.2011) EINFACH SO über den Zaun geworfen. Und was mit “EINFACH SO” gemeint ist, wird vielleicht am besten durch eine Aussage des Sprechers der Stadt Bochum, Thomas Sprenger, verdeutlicht: “Herr Schamp hatte keine Genehmigung für diese Aktion. Er hat sich bewusst dagegen entschieden, mit uns in dieser Sache Kontakt aufzunehmen.”
48 Künstler aus dem In- und Ausland hatten eigens für diese Ausstellung Werke geschaffen, u. a. Roel van Timmeren (Amsterdam), Wolfgang Müller (Berlin), Ingold Airlines (München), Ferhat Özgur (Istanbul), Christine Biehler (Hildesheim), Christian Hasucha (Berlin), Roi Vaara (Helsinki) und Ella Ziegler (Berlin).
Mehr zu dem Museum: www.brachland-museum.de

 

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